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Ausbaustopp wird Strompreise massiv nach oben treiben und Tausende Jobs vernichten


Die deutsche Energiepolitik irrlichtert. Nachdem die Energiewende angestoßen worden war und endlich an Fahrt aufnahm, rudert Bundeswirtschaftsministerin Reiche (CDU) nun wieder zurück. Sie will die Erneuerbaren einbremsen. Angeblich, um den Netzausbau nachziehen lassen zu können. Doch das ist Unsinn. Der Schritt zurück zu Gas und Atom ist zum einen sehr viel teurer. Zum anderen werden wir unsere Klimaziele so nicht erreichen. Zum dritten sind zehntausene Arbeitsplätze in Gefahr. Über 400.000 hochqualifizierte Jobs sind in diesem Bereich in Deutschland entstanden. Jeder 23. Job hängt bereits jetzt an den Erneuerbaren. 60 bis 80.000 zusätzliche Arbeitsplätze bis 2030 und die gesamte, mühsam etablierte Ausbildungsstruktur sind gefährdet. Der Jobmotor wird abgewürgt. 2 bis 3 Cent je Kilowattsunde wird der Strom so teurer werden, sagen Experten. Und wer gewinnt? Reiches ehemailigen Arbeitgeber: Die Fossillobby . Deutschland verkommt zur Bananenrepublik. Die Reiche-Pläne sind einer der dreistesten Lobbyfälle, die die Bundesrepublik bisher erlebt haben.


Die deutsche Energiewende befindet sich an einem kritischen Wendepunkt, an dem

die langfristige Ausrichtung des Strommarktdesigns und der Infrastrukturplanung über die zukünftige industrielle Wettbewerbsfähigkeit des Standorts entscheidet. In der aktuellen politischen und ökonomischen Debatte werden zunehmend Fragen nach den Konsequenzen einer Verlangsamung oder gar eines vollständigen Stopps des Ausbaus erneuerbarer Energien laut. Wir haben uns die multidimensionalen Auswirkungen eines solchen Schrittes auf die Strompreise, die Erreichbarkeit völkerrechtlich verbindlicher Klimaziele, die Arbeitsmarktdynamik sowie die systemischen Kosten eines potenziellen Wiedereinstiegs in die Kernkraft angesehen. Das Ergebnis ist verheerend. Denn: Die sngestoßene Transformation ist nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern primär ein ökonomisches Optimierungskonzept , dessen Abbruch massive fiskalische und strukturelle Risiken birgt.


Die Dynamik der Strompreise unter dem Einfluss einer Ausbaustagnation

Beginnen wir beim Strompreis. Die Preisbildung am europäischen Strommarkt folgt dem Prinzip der Merit-Order, bei dem die Grenzkosten des teuersten zur Bedarfsdeckung benötigten Kraftwerks den markträumenden Preis bestimmen. Da erneuerbare Energien wie Wind und Solar Grenzkosten von nahezu Null aufweisen, verdrängen sie teurere fossile Erzeugungskapazitäten aus dem Markt und senken so den durchschnittlichen Börsenstrompreis.


Ein Stopp des Ausbaus würde diesen preissenkenden Effekt nicht nur eliminieren, sondern durch die zunehmende Abhängigkeit von teuren fossilen Brennstoffen und steigenden CO2-Preisen in eine Aufwärtsspirale verkehren.1

Quantitative Preisprojektionen und Markteffekte

Wissenschaftliche Modellierungen des Ariadne-Projekts und von Agora Energiewende zeigen konsistent, dass eine Reduktion der Ausbauziele für erneuerbare Energien bis zum Jahr 2030 zu signifikanten Mehrbelastungen für Stromkunden führt. Sollten die Ziele um 30 Prozent reduziert werden, steigt der durchschnittliche Börsenstrompreis um etwa 20 Euro pro Megawattstunde (MWh), was einer Erhöhung von 2,0 Cent pro Kilowattstunde (kWh) entspricht.2 Diese Steigerung ist weitgehend unabhängig vom Nachfrageniveau, tritt jedoch in Szenarien mit hoher Elektrifizierungsdynamik besonders drastisch zutage.

Szenario für 2030

Strompreis bei Zielerreichung (EUR/MWh)

Strompreis bei 30% Reduktion (EUR/MWh)

Jährliche Mehrkosten für Kunden (Mrd. EUR)

Niedrige Nachfrage (609-630 TWh)

67

87

9,0

Hohe Nachfrage (708-750 TWh)

81

101

13,2

Diese Mehrkosten von bis zu 13,2 Milliarden Euro jährlich übersteigen die potenziellen Einsparungen bei der EEG-Förderung bei weitem. Zwar würde der staatliche Förderbedarf für das EEG-Konto bei einem reduzierten Ausbau um etwa 7,0 bis 7,5 Milliarden Euro sinken, doch die Nettobelastung der Volkswirtschaft durch höhere Marktpreise bliebe massiv positiv.2 Der Hebeleffekt der Erneuerbaren ist hierbei bemerkenswert: Jeder Euro, der zur Förderung des Ausbaus eingesetzt wird, erzielt eine Strompreissenkung von durchschnittlich 1,60 bis 1,90 Euro pro Megawattstunde.1 Ein Stopp des Ausbaus würde diesen Effizienzgewinn zerstören und die Strompreise strukturell auf einem Niveau festsetzen, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie gefährdet.

Importabhängigkeit und sektorale Kopplung

Ein Ausbaustopp führt unweigerlich zu einer erhöhten Abhängigkeit von Stromimporten und fossilen Energieträgern. Denn: Wenn die inländische regenerative Erzeugung stagniert, muss die Deckungslücke durch fossile Gaskraftwerke oder Importe aus den europäischen Nachbarstaaten geschlossen werden.


Die Kosten für Stromimporte könnten bei einer 30-prozentigen Reduktion des Ausbaus um bis zu 5,3 Milliarden Euro ansteigen.2 Parallel dazu erhöhen sich die Ausgaben für Erdgasimporte um etwa 0,9 bis 1,5 Milliarden Euro, da Gaskraftwerke häufiger preissetzend am Markt agieren müssen.2 In Stunden, in denen Gaskraftwerke die Preise bestimmen, liegt das Preisniveau oft um 30 Euro/MWh höher als in Zeiten hoher regenerativer Einspeisung.2


Darüber hinaus gefährdet ein verlangsamter Ausbau die Elektrifizierung des Verkehrs- und Gebäudesektors. Die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen hängt massiv vom Verhältnis zwischen Strom- und fossilen Brennstoffpreisen ab. Ein Preisverhältnis von Strom zu Gas von 2,5:1 gilt als kritische Schwelle, ab der Wärmepumpen auch in weniger effizienten Gebäuden einen Kostenvorteil bieten.3 Steigende Strompreise infolge eines Ausbaustopps würden dieses Verhältnis verschlechtern und den Transformationsprozess in den Endverbrauchssektoren zum Erliegen bringen.


Klimaziele und völkerrechtliche Verpflichtungen

Deutschland hat sich durch das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) und die Ratifikation des Pariser Klimaabkommens zu ambitionierten Emissionsminderungen verpflichtet. Das Ziel ist eine Reduktion der Treibhausgase um 65 Prozent bis 2030, 88 Prozent bis 2040 und die Erreichung der Treibhausgasneutralität bis 2045.4 Ein Stopp des Ausbaus erneuerbarer Energien würde diese Ziele de facto unerreichbar machen.


Sektorale Projektionen und Zielverfehlungen

Zwar zeigen aktuelle Projektionsdaten für 2025, dass die Emissionen in der Energiewirtschaft sinken, doch geschieht dies primär aufgrund des bisherigen Zubaus und einer schwachen konjunkturellen Entwicklung.3 


Ohne weiteren Zubau würde die CO2-Intensität des Strommixes wieder ansteigen, da Kohle- und Gaskraftwerke länger am Netz bleiben müssten. Das gesetzlich verankerte Ziel, bis 2030 einen Anteil von 80 Prozent erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch zu erreichen, bildet das Rückgrat für die Zielerreichung in allen anderen Sektoren.2

Sektor

Status 2024/2030 (Projektion)

Auswirkung eines Ausbaustopps

Energiewirtschaft

Zielerreichung 2030 möglich (Übererfüllung 250 Mt CO2-Äq)

Rückfall in fossile Erzeugung, massive Zielverfehlung 7

Verkehr

Deutliche Zielverfehlung (Lücke 169 Mt CO2-Äq)

Fehlender grüner Strom verhindert Dekarbonisierung 7

Gebäude

Zielverfehlung (Lücke 110 Mt CO2-Äq)

Stagnation beim Wärmepumpenhochlauf 7

Industrie

Auf Kurs (Übererfüllung 73 Mt CO2-Äq)

Risiko der Abwanderung bei hohen Strompreisen 7


Besonders kritisch ist die Situation unter der EU-Klimaschutzverordnung (Effort Sharing Regulation, ESR). Deutschland droht hier eine kumulierte Lücke von 224 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten bis 2030.7 Bei einer Verfehlung dieser Ziele müssen Emissionszuweisungen von anderen EU-Mitgliedstaaten erworben werden, was zu unvorhersehbaren Belastungen für den Bundeshaushalt führen würde. Ein Ausbaustopp würde die Möglichkeit eliminieren, durch eine beschleunigte Elektrifizierung des Verkehrs- und Gebäudesektors diese Lücke zu schließen.7


Die Rolle der "natürlichen Senken" und LULUCF

Ein oft unterschätzter Aspekt ist der Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF). Hier werden sämtliche Zielvorgaben des KSG verfehlt: Statt der vorgesehenen Senkenleistung von 25 Millionen Tonnen wird für 2030 eine Emission von 32 Millionen Tonnen projiziert.7 Da die natürlichen Senken schwächeln, steigt der Druck auf den Energiesektor, noch drastischere Minderungen zu erzielen. Ein Stopp des Ausbaus erneuerbarer Energien würde in diesem Kontext die letzte verbleibende Stellschraube für eine erfolgreiche Klimapolitik blockieren.


Arbeitsmarkt und wirtschaftliche Wertschöpfung

Der Sektor der erneuerbaren Energien hat sich innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einem zentralen Pfeiler des deutschen Arbeitsmarktes entwickelt. Im Jahr 2024 waren rund 409.000 Personen in Branchen der erneuerbaren Energien beschäftigt, was eine Vervierfachung seit dem Jahr 2000 darstellt.10 Ein Ausbaustopp würde diese positive Entwicklung abrupt beenden und eine der wenigen wachstumsstarken Branchen in einer Phase der allgemeinen Rezession schwächen.

Beschäftigungsstruktur und Risikopotenziale

Die Beschäftigungseffekte teilen sich in die Bereiche Herstellung und Installation sowie Betrieb und Wartung auf. Während Betrieb und Wartung (ca. 21 Prozent der Beschäftigung) eine gewisse zeitliche Stabilität aufweisen, hängen die Bereiche Produktion und Installation unmittelbar vom jährlichen Zubau ab.11


Technologie

Beschäftigte (ca. 2023)

Dynamik

Photovoltaik

Massiver Zuwachs (brutto)

Fokus auf Montage und Handwerk 11

Windenergie an Land

ca. 99.100

Stagnation durch schleppende Genehmigungen 11

Biomasse

ca. 43.900

Rückläufige Tendenz bei Großanlagen 11

Intelligente Netze

Stark steigend

Relevanz der Digitalisierung 13

Ein gebremster Ausbau würde bis zum Jahr 2030 zu einem Verlust von etwa 65.000 potenziellen Arbeitsplätzen im Vergleich zum geplanten Pfad führen.14 Da die Bundesregierung bis 2030 einen zusätzlichen Bedarf von 300.000 Fachkräften für die ökologische Transformation sieht, würde ein Ausbaustopp nicht nur bestehende Jobs gefährden, sondern auch die mühsam aufgebauten Ausbildungskapazitäten entwerten.15 Die Branche fungiert derzeit als "Jobmotor", wobei jeder 26. Arbeitsplatz in Deutschland mit der Energiewende verknüpft ist.10 Ein Abbruch dieser Entwicklung würde besonders technische und ingenieurwissenschaftliche Berufe treffen und die Innovationskraft am Standort Deutschland schwächen.


Investitionen und Kapitalabfluss

Die Investitionen in erneuerbare Energien erreichten 2023 mit 38,1 Milliarden Euro einen Höchststand und stabilisierten sich 2024 bei rund 32 Milliarden Euro.16 Diese Mittel fließen zu einem erheblichen Teil in die lokale Wertschöpfung, insbesondere in das Handwerk und mittelständische Unternehmen. Demgegenüber stehen jährliche Kosten für fossile Importe (Öl, Gas, Kohle) in Höhe von durchschnittlich 81 Milliarden Euro.18 


Ein Ausbaustopp würde diesen massiven Kapitalabfluss ins Ausland zementieren und Deutschland dauerhaft von geopolitisch instabilen Lieferketten abhängig machen. KfW Research betont, dass Deutschland jedes Jahr rund 2,5 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für fossile Importe ausgibt – eine Summe von 1.000 Euro pro Einwohner.18


Strategische Alternativen: Netzausbau statt Ausbaustopp

Ein häufig vorgebrachtes Argument für einen Ausbaustopp ist die zeitliche Diskrepanz zwischen dem schnellen Zubau von Erzeugungsanlagen und dem langsameren Netzausbau. Die energiewirtschaftliche Analyse zeigt jedoch, dass eine Verlangsamung der Erzeugung die Probleme nicht löst, sondern lediglich die Kosten für Redispatch und Netzengpässe verlängert.


Kosten und Herausforderungen des Netzausbaus

Der Bedarf an Übertragungsnetzen wird bis 2037 auf zusätzlich 20.000 Kilometer geschätzt, mit einem Investitionsvolumen von rund 250 Milliarden Euro.8 Inklusive der Verteilnetze beziffert das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) die Gesamtkosten bis 2045 auf über 650 Milliarden Euro.19 Verzögerungen bei diesen Vorhaben führen bereits heute zu jährlichen Kosten für das Engpassmanagement in Höhe von 4,2 Milliarden Euro (Stand 2022).8


Anstatt den Ausbau der Erneuerbaren zu stoppen, liegen die Lösungen in der Beschleunigung der Verfahren und einer effizienteren Nutzung der bestehenden Infrastruktur. Das NOVA-Prinzip (Netzoptimierung vor Verstärkung vor Ausbau) sieht hierbei Maßnahmen wie den witterungsabhängigen Freileitungsbetrieb und den Einsatz von Hochtemperaturleiterseilen vor.20


Das Konzept der Überbauung

Ein hocheffizienter Hebel zur Beschleunigung ist die "Überbauung" von Netzverknüpfungspunkten (NVP). Studien zeigen, dass bei einer Erhöhung der installierten Leistung auf 250 Prozent der NVP-Kapazität die Netzauslastung von 13-33 Prozent auf bis zu 53 Prozent gesteigert werden kann.21 In anderen Ländern Europas und der Welt ist dies Standard.

Dies führt zu einer gleichmäßigeren Einspeisung und reduziert die spezifischen Netzkosten. Nur in deutschland geht das nicht. Warum? Weil die fossilen Konzerne trotz der angeblichen Trennung von Netz und Betrieb noch immer Zugriff haben und politisch steuern. Dazu kommt, dass unsere Netze quasi "dumm" sind. man hat bisher versäumt, smarte Netzstrukturen durchgängig zu schaffen. Gäbe es diese, würde man besser sehen, was in den Netzen passiert. Doch gerade auf den letzten Metern sind die netzbetreiber hierzulande weitgehend blind. Weshalb man die Überbauung in der Regel abwählt.

Überbauungsgrad

Netznutzung (Wind & PV)

EE-Überschuss (Abregelung)

Vorteil

Ohne (100%)

13% - 33%

< 0,1%

Ineffiziente Asset-Nutzung

150% NVP-Leistung

ca. 40%

< 1,0%

Schnellerer Anschluss

250% NVP-Leistung

> 50%

ca. 5% - 13%

Maximale Effizienz bei Speichereinsatz

Würde man anders hantieren, ließe dich durch solche Maßnahmen zweistellige Gigawatt-Beträge an Neuanlagen in bestehende Netze integrieren, ohne dass langwierige Neubauverfahren abgewartet werden müssen.21 Ein Ausbaustopp würde diese technologischen Synergien ungenutzt lassen und die volkswirtschaftlichen Kosten des Netzbetriebs pro transportierter Einheit erhöhen.


Profiteure einer Abkehr von den Erneuerbaren


Ein Stopp des Ausbaus würde die Marktstellung etablierter fossiler Akteure massiv stärken. In Deutschland wird der Energiemarkt nach wie vor von einem Oligopol aus vier Konzernen (E.ON, RWE, EnBW, Vattenfall) dominiert, die trotz der Liberalisierung ihre Marktmacht weitgehend erhalten konnten.22


Fossile Gewinne und Lobbyinteressen

Unternehmen, deren Portfolio primär auf konventioneller Erzeugung basiert, profitieren von längeren Laufzeiten für Kohle- und Gaskraftwerke. Greenpeace-Analysen verdeutlichen, dass die acht mächtigsten europäischen Energieunternehmen nur einen geringen Anteil erneuerbarer Energien in ihrem Portfolio haben und massiv von staatlichen Subventionen für fossile und nukleare Brennstoffe profitieren, die sich europaweit auf rund 61 Milliarden Euro belaufen.23

Lobbygruppen wie die "Magritte Group" nehmen gezielt Einfluss auf die Politik, um ambitionierte Klimaziele zu verwässern und die Marktdominanz ihrer konventionellen Assets zu sichern.23 In Deutschland zeigt sich der Einfluss dieser Interessenvertreter unter anderem in der Debatte um den "Plan B" der DIHK, der eine zeitliche Streckung der Klimaziele und eine verstärkte Nutzung von Erdgas vorsieht.24 Dies würde zwar kurzfristig die Investitionslast der Industrie senken, aber die langfristigen Systemkosten durch hohe Importabhängigkeit und steigende CO2-Zertifikatspreise massiv erhöhen.9


Fossile Importe und geopolitische Risiken

Die Profite aus einer Abkehr von den Erneuerbaren fließen zu einem großen Teil an internationale Öl- und Gaskonzerne sowie an Förderstaaten. Unternehmen wie Chevron, ExxonMobil oder Equinor erzielen Rekordgewinne, wenn die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen hoch bleibt.27 Für Deutschland bedeutet dies eine dauerhafte Bindung an eine "teure Abhängigkeit", wobei 2,5 Prozent des BIP jährlich für Energieimporte abfließen.18 Ein Ausbaustopp würde diesen Kapitalabfluss zementieren und die strategische Souveränität des Landes untergraben.


Analyse eines Wiedereinstiegs in die Kernkraft

Die Forderung nach einer Rückkehr zur Kernkraft wird oft als Lösung für hohe Strompreise und mangelnde Versorgungssicherheit präsentiert. Eine detaillierte Betrachtung der Kosten und technischen Hürden stellt die Sinnhaftigkeit dieses Vorhabens jedoch massiv infrage.


Technische Machbarkeit und Zeitpläne

Von den ehemals über 30 Reaktoren kommen technisch nur sechs für eine Reaktivierung in Frage: Isar 2, Neckarwestheim II, Emsland sowie Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen B.28 Eine Untersuchung der LBBW zeigt, dass die Zeitpläne für eine Wiederinbetriebnahme oft drastisch unterschätzt werden.

Reaktor

Status / Hürden

Geschätzte Reaktivierungszeit

Emsland

Am besten erhalten

1 - 3 Jahre

Brokdorf

Rückbauverträge aktiv

1 - 3 Jahre

Grohnde

Turbine demontiert

4 Jahre

Isar 2

Wesentliche Komponenten entfernt

6 - 8 Jahre

Neckarwestheim II

Kühlung/Turbine rückgebaut

6 - 8 Jahre

Die Anlagen sind durchschnittlich 40 Jahre alt, was erhebliche Risiken bezüglich Materialermüdung und Sprödigkeit des Stahls birgt.28 Zudem wurden die Rückbauverträge bereits geschlossen; ein Stopp des auf 15 Jahre angelegten Abbaus würde massive Entschädigungszahlungen an die Betreiber (RWE, E.ON, EnBW) nach sich ziehen, die einen Wiedereinstieg aufgrund des Fachkräftemangels und der fehlenden Planungssicherheit ohnehin ablehnen.28

Ökonomische Kosten und Versicherungslücken

Die Kosten für eine Reaktivierung aller sechs Meiler werden auf 30 bis 42 Milliarden Euro geschätzt.28 Dies beinhaltet jedoch noch nicht die Gestehungskosten (LCOE) für den laufenden Betrieb, die bei neuen oder grundüberholten Anlagen oft bei 13 Cent/kWh liegen und damit deutlich über den Kosten für Wind- und Solarenergie.30

Ein fundamentales Problem der Kernkraft ist ihre mangelnde Versicherbarkeit. Ein Super-GAU würde Schäden im dreistelligen Milliardenbereich verursachen, während die private Deckungsvorsorge der Betreiber lediglich 2,5 Milliarden Euro beträgt.31 Finanzmathematische Berechnungen zeigen, dass eine Haftpflichtpolice, die das tatsächliche Risiko abdeckt, 72 Milliarden Euro pro Jahr kosten würde.33 Da diese Kosten nicht in den Strompreis einfließen, handelt es sich um eine massive versteckte staatliche Subvention von geschätzt 21 bis 34 Cent/kWh.30


Langzeitkosten und Entsorgung

Die finanziellen Lasten der Kernkraft enden nicht mit dem Betrieb. Der KENFO-Fonds verwaltet derzeit etwa 24 Milliarden Euro für die Zwischen- und Endlagerung.36 Die tatsächlichen, nicht-diskontierten Kosten für die Endlagerung von 27.000 m³ hochradioaktivem Abfall werden jedoch auf rund 51 Milliarden Euro geschätzt.30 Ein Wiedereinstieg würde zusätzliche Abfallmengen produzieren und das bereits hochkomplizierte Suchverfahren für ein Endlager untergraben, was unkalkulierbare Mehrkosten für zukünftige Generationen bedeutet.37


Gesamtwirtschaftliche Synthese:

Risikoanalyse des "Plan B"

In der aktuellen Diskussion wird oft ein "Plan B" (nach der DIHK/Frontier Economics Studie) propagiert, der eine technologieoffene Marktorientierung und eine Streckung der Klimaziele vorsieht.9 Dieser Ansatz verspricht theoretische Kosteneinsparungen von 530 bis 910 Milliarden Euro bis 2050 durch die Nutzung späterer Lerneffekte.24


Diese Kalkulation birgt jedoch erhebliche systemische Risiken:


  1. Pfadabhängigkeit: Eine Verzögerung des Erneuerbaren-Ausbaus verhindert das Erreichen kritischer Skaleneffekte in der heimischen Industrie.

  2. CO2-Preisrisiko: Sollte der ETS-Preis schneller steigen als angenommen, würden die fossilen Brückenlösungen zu einer massiven finanziellen Belastung für die Industrie.

  3. Wettbewerbsfähigkeit: Während Länder wie China (BYD, CATL) den Weltmarkt für saubere Technologien dominieren, würde Deutschland durch eine Rückkehr zu fossilen Strukturen den Anschluss an die Leitmärkte der Zukunft verlieren.39


Die mathematische Modellierung der Gesamtsystemkosten zeigt, dass ein Stromsystem mit 95 Prozent erneuerbaren Energien wie eine Versicherung gegen volatile Brennstoff- und CO2-Preise wirkt. Während in einem fossilen System 30-67 Prozent der Kosten variabel sind, sinkt dieser Anteil im regenerativen System auf unter 5 Prozent.40


In einem Erneuerbaren-Sektor tendieren die Terme für Brennstoff und CO2-Preis gegen Null, was eine langfristige Preisstabilität garantiert, die mit keinem anderen System erreichbar ist.


Fazit und Schlussfolgerungen


Die Recherche verdeutlicht mehr als eindeutig, dass ein Stopp des Ausbaus erneuerbarer Energien keine ökonomisch tragfähige Option darstellt.


 Die unmittelbaren Folgen wären steigende Strompreise (ca. +20 EUR/MWh), eine drastische Erhöhung der Importabhängigkeit (bis zu 5,3 Mrd. EUR Mehrkosten jährlich) und das sichere Verfehlen der völkerrechtlich verbindlichen Klimaziele.2

Die wirtschaftlichen Impulse der Energiewende mit über 400.000 Arbeitsplätzen und jährlichen Investitionen von 32 Milliarden Euro würden durch eine Ausbaustagnation weitgehend zunichtegemacht.10 


Ein Wiedereinstieg in die Kernkraft erweist sich angesichts der enormen Kosten für Reaktivierung (30-42 Mrd. EUR) und der ungelösten Versicherungslücke (72 Mrd. EUR/Jahr Risiko) als ökonomisch kontraproduktiv.28


Anstatt den Ausbau zu bremsen, erfordert die Situation eine massive Beschleunigung des Netzausbaus und die konsequente Nutzung technischer Optimierungspotenziale wie der Überbauung von Netzverknüpfungspunkten.21 Nur durch die konsequente Vollendung der Transformation kann Deutschland die Vorteile der Grenzkostenfreiheit der Erneuerbaren realisieren und sich dauerhaft von den volatilen Kosten fossiler Importe befreien. Ein Abbruch der Energiewende wäre somit nicht nur ein ökologischer Rückschritt, sondern primär ein ökonomisches Risiko, das den Industriestandort Deutschland langfristig schwächen würde.





Quellen für diesen Beitrag

  1. Erneuerbare Energien senken Strompreise unabhängig von der ..., Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.agora-energiewende.de/publikationen/erneuerbare-energien-senken-strompreise-unabhaengig-von-der-nachfrage

  2. Report: Auswirkungen einer Anpassung der Ausbauziele für ..., Zugriff am Februar 21, 2026, https://ariadneprojekt.de/publikation/report-auswirkungen-einer-anpassung-der-ausbauziele-fuer-erneuerbare-energie-fuer-das-jahr-2030/

  3. Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2025, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.agora-energiewende.de/fileadmin/Projekte/2025/2025-28_DE_JAW25/A-EW_391_Die_Energiewende_in_Deutschland_Stand_der_Dinge_2025_WEB.pdf

  4. Auf dem Weg zur Klimaneutralität - Die neuen Klimaziele für Deutschland - Deutschlandfunk, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.deutschlandfunk.de/auf-dem-weg-zur-klimaneutralitaet-die-neuen-klimaziele-fuer-100.html

  5. Wie steht es um die Energiewende in Deutschland? - 1KOMMA5, Zugriff am Februar 21, 2026, https://1komma5.com/de/strommarkt/energiewende-deutschland-2025/

  6. Übereinkommen von Paris - Umweltbundesamt, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/internationale-klimapolitik/uebereinkommen-von-paris

  7. Aktuelle Treibhausgas-Projektionen - Umweltbundesamt, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/szenarien-projektionen/treibhausgas-projektionen/aktuelle-treibhausgas-projektionen

  8. Zukunftspfad Stromversorgung - McKinsey, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.mckinsey.de/~/media/mckinsey/locations/europe%20and%20middle%20east/deutschland/news/presse/2024/2024-01-17%20zukunftspfad%20stromversorgung/januar%202024_mckinsey_zukunftspfad%20stromversorgung.pdf

  9. Aktuelle Energiewende-Politik kostet bis zu 5,4 Billionen Euro - DIHK, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.dihk.de/de/newsroom/aktuelle-energiewende-politik-kostet-bis-zu-5-4-billionen-euro-141284

  10. Rund 409.000 Personen sind in Branchen der Erneuerbaren Energien beschäftigt, Zugriff am Februar 21, 2026, https://blog.waermepumpe.de/2025/03/27/rund-409-000-personen-sind-in-branchen-der-erneuerbaren-energien-beschaeftigt/

  11. Im Jahr 2023 sieben Prozent mehr Beschäftigte in den Erneuerbaren - energiezukunft, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.energiezukunft.eu/wirtschaft/im-jahr-2023-sieben-prozent-mehr-beschaeftigte-in-den-erneuerbaren

  12. Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland: Ausbau und Betrieb, heute und morgen - Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.zsw-bw.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Aktuelles/beschaeftigung-durch-erneuerbare-energien-in-deutschland.pdf

  13. Indikator: Beschäftigte im Bereich Erneuerbare Energien - Umweltbundesamt, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltindikatoren/indikator-beschaeftigte-im-bereich-erneuerbare

  14. Rückschritt bei Erneuerbaren-Ausbau kostet deutsche Wirtschaft Milliarden, Zugriff am Februar 21, 2026, https://green-planet-energy.de/presse/artikel/rueckschritt-bei-erneuerbaren-ausbau-kostet-deutsche-wirtschaft-milliarden

  15. IQ Themendossier: Arbeiten im Bereich der erneuerbaren Energien - Chancen für Eingewanderte - netzwerk-iq, Zugriff am Februar 21, 2026, https://netzwerk-iq.de/fileadmin/Redaktion/Downloads/IQ_Publikationen/Allgemeine_Publikationen/IQ_Themendossier_Arbeit_erneuerbareEnergien_Final.pdf

  16. Erneuerbare Energien | BMWE - bundeswirtschaftsministerium.de, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Dossier/erneuerbare-energien.html

  17. Wärme, Arbeitsplätze, Entwicklung | BMWE - bundeswirtschaftsministerium.de, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Dossier/ErneuerbareEnergien/erneuerbare-energien-in-zahlen.html

  18. Fossile Energieträger: Deutschlands teure Abhängigkeit - Erneuerbare Energien, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.erneuerbareenergien.de/energiemarkt/energiemaerkte-weltweit/fossile-energietraeger-deutschlands-teure-abhaengigkeit

  19. Stromnetz kostengünstig effizienter gestalten - Bundesverband Erneuerbare Energie e.V., Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.bee-ev.de/service/pressemitteilungen/beitrag/stromnetz-kostenguenstig-effizienter-gestalten

  20. AUSBAU DER STROMNETZE: INVESTITIONSBEDARFE - Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.imk-boeckler.de/fpdf/HBS-009011/p_imk_study_97_2024.pdf

  21. Studie zur Überbauung von Netzverknüpfungspunkten – Vorstellung der Ergebnisse - Fachagentur Wind und Solar, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.fachagentur-wind-solar.de/fileadmin/Veranstaltungen/2024/2024-10-01_Webseminar_UEberbauung/Dr._Matthias_Stark__2024___Studie_zur_%C3%9Cberbauung_von_Netzverkn%C3%BCpfungspunkten_%E2%80%93__Vorstellung_der_Ergebnisse.pdf

  22. Energieversorgung in Deutschland - Warum vier Unternehmen den Markt beherrschen, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.deutschlandfunk.de/hintergrund-energiekonzerne-oligopol-deutschland-100.html

  23. Lobbyisten gegen Energiewende - Greenpeace, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.greenpeace.de/klimaschutz/energiewende/erneuerbare-energien/lobbyisten-energiewende

  24. NEUE WEGE FÜR DIE ENERGIEWENDE („PLAN B“) - Frontier Economics, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.frontier-economics.com/media/u1vbsfop/frontier-dihk-energiewende-plan-b-03092025-stc-update-stc.pdf

  25. Bewertung der DIHK-Studie "Neue Wege für die Energiewende -Plan B" von Frontier Economics - Bundesverband Erneuerbare Energie e.V., Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.bee-ev.de/service/publikationen-medien/beitrag/bewertung-der-dihk-studie-neue-wege-fuer-die-energiewende-plan-b-von-frontier-economics

  26. New paths for the energy transition | Frontier Economics, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.frontier-economics.com/uk/en/news-and-insights/news/news-article-i21816-new-paths-for-the-energy-transition/

  27. Top 7 Öl- und Gas-Aktien 2026: Von fossiler Energie profitieren - FinMent, Zugriff am Februar 21, 2026, https://finment.com/boerse-aktien/oel-aktien/top-oel-aktien/

  28. Atomenergie Deutschland: Zukunft oder Vergangenheit? - LBBW, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.lbbw.de/artikel/research-studien/kernkraft_aj4v437f4k_d.html

  29. Moratorium für den Rückbau abgeschalteter Kernkraftwerke - Bundestag, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw21-de-kernkraftwerke-1067384

  30. Strom aus Kernenergie: Kosten und Subventionen Dokumentation - Deutscher Bundestag, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.bundestag.de/resource/blob/877586/4e4dce913c3d883a81adcf2697313c7d/WD-5-090-21-pdf-data.pdf

  31. Argumente gegen Atomkraft: Pro Contra Atomenergie | BUND ..., Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.bund-naturschutz.de/energiewende/atomausstieg/faq-atomenergie

  32. Nukleare Haftungs- und Deckungsvorsorge - Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, Zugriff am Februar 21, 2026, https://foes.de/pdf/2017-04-FOES-Kurzanalyse-Atomhaftung.pdf

  33. Wie teuer wäre eine Haftpflichtversicherung für ein Atomkraftwerk?, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/oekonomie/wie-teuer-waere-eine-haftpflichtversicherung-fuer-ein-atomkraftwerk-133710207

  34. Risiko Atomkraft: Die teuerste Haftpflichtpolice der Welt - Manager Magazin, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.manager-magazin.de/finanzen/versicherungen/a-761954.html

  35. Kernkraft ist nachhaltig – nachhaltig unversicherbar - DER SPIEGEL, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.spiegel.de/wissenschaft/kernkraft-ist-nachhaltig-nachhaltig-unversicherbar-a-f6d8ef67-4f51-4697-965a-add0480ca712

  36. Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.kenfo.de/start

  37. Wahl 2025: Welche Parteien wollen Atomkraft zurück? - Umweltinstitut München e.V., Zugriff am Februar 21, 2026, https://umweltinstitut.org/energie-und-klima/meldungen/wahl-2025-welche-parteien-wollen-atomkraft-zurueck/

  38. NEW PATHWAYS FOR THE ENERGY TRANSI- TION ('PLAN B') - Frontier Economics, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.frontier-economics.com/media/hpkaq35c/frontier-dihk-energiewende-plan-b-08092025-en-stc.pdf

  39. Auf die Gewinner der Energiewende setzen: Welche Länder könnten am stärksten profitieren? - Lombard Odier, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.lombardodier.com/de/contents/corporate-news/responsible-capital/2024/april/picking-the-winners-in-the-energ.html

  40. Erneuerbare vs. fossile Stromsysteme: ein Kostenvergleich - Agora Energiewende, Zugriff am Februar 21, 2026, https://www.agora-energiewende.de/fileadmin/Projekte/2016/Stromwelten_2050/Gesamtkosten_Stromwelten_2050_WEB.pdf

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