Vetternwirtschaft bei Saubermanns?
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Die Überkreuzbeschäftigungen von Anverwandten von AfD-Abgeordneten scheint einem durchdachten System zu folgen, das bis nach Europa reicht - Bis zu 10 Mio Schaden vermutet

Sie sind angetreten, um den angeblich "korrupten Systemparteien" das Handwerk zu legen. Jetzt zeigt sich: Die AfD steckt selbst tief in einem dubiosen Slkandal von Überkreuzbeschäftigungen Anverwandter im politischen Betrieb. Die Bundesrepublik Deutschland sieht sich damit im Frühjahr 2026 mit einer tiefgreifenden Erschütterung der parlamentarischen Ethik konfrontiert, die im Zentrum der Alternative für Deutschland (AfD) ihren Ursprung hat. Der aktuelle Skandal um die systematische Beschäftigung von Verwandten, Lebenspartnern und engen Bekannten von Parteifreunden hat eine Dimension erreicht, die über individuelle Verfehlungen hinausgeht und auf ein strukturelles Muster der Günstlingswirtschaft hindeutet.1
Was als lokaler Konflikt innerhalb des Landesverbandes Sachsen-Anhalt begann, hat sich zu einer bundesweiten Krise ausgeweitet, die nicht nur den Bundestag, sondern auch das Europäische Parlament und verschiedene Landtage umfasst.3
Der Kern des Skandals liegt in der sogenannten „Über-Kreuz-Beschäftigung“. Dabei nutzen Abgeordnete eine rechtliche Grauzone aus: Während es im Deutschen Bundestag und in den meisten Landtagen verboten ist, eigene enge Verwandte (Ehepartner, Kinder, Geschwister) direkt anzustellen, ist die gegenseitige Anstellung von Angehörigen anderer Fraktionskollegen rechtlich nicht explizit untersagt.2 Diese Praxis wird innerhalb der AfD offenbar systematisch genutzt, um Familienmitglieder von Funktionären finanziell abzusichern und loyale Netzwerke zu festigen.
Interne Schätzungen des AfD-Fraktionsvorstands legen nahe, dass bis zu 72 Bundestagsabgeordnete – etwa die Hälfte der gesamten Fraktion – direkt oder indirekt von diesen Versorgungsstrukturen profitieren.2
Die finanzielle Attraktivität dieser Konstruktionen ergibt sich aus den großzügigen Mitarbeiterpauschalen. Einem Bundestagsabgeordneten stehen monatlich über 26.000 Euro für Personal zur Verfügung, während Landtagsabgeordnete, beispielsweise in Sachsen-Anhalt, lediglich über rund 5.500 Euro verfügen.5 Diese Diskrepanz schafft starke Anreize, Familienmitglieder von Landtagsabgeordneten in den besser dotierten Büros der Bundestagsabgeordneten unterzubringen. Der Vorwurf der „Selbstbedienungsmentalität“, den die AfD regelmäßig gegen andere Parteien erhebt, fällt somit in massiver Weise auf sie selbst zurück.4
Vergleich der finanziellen Ressourcen für Personal (Stand 2025/2026)
Parlamentsbene | Monatliche Mitarbeiterpauschale | Rechtlicher Status der Verwandtenbeschäftigung |
Deutscher Bundestag | ca. 26.000 € | Eigene Verwandte verboten; Über-Kreuz legal 4 |
Europäisches Parlament | Variabel (nach Budgetplan) | Enge Verwandte seit 2009 verboten 3 |
Landtag Sachsen-Anhalt | ca. 5.500 € | Eigene Verwandte verboten; Über-Kreuz legal 5 |
Landtag Bayern | Variabel | Über-Kreuz seit 2013 verboten 2 |
Das Epizentrum Mitteldeutschland: Die „Pokerrunde“ in Sachsen-Anhalt
Der Landesverband Sachsen-Anhalt, der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, gilt als das Epizentrum des Skandals.7 Hier eskalierte im Winter 2025 ein interner Machtkampf, der tiefe Einblicke in die informellen Machtstrukturen der Partei ermöglichte. Im Zentrum steht die sogenannte „Pokerrunde“, ein Netzwerk hochrangiger Funktionäre, das über Posten, Karrieren und die Verteilung von Geldern entscheiden soll.8
Zu diesem Netzwerk gehören unter anderem der Landesvorsitzende Martin Reichardt, der Fraktionsvorsitzende im Landtag Oliver Kirchner sowie die Abgeordneten Hans-Thomas Tillschneider und Jan Moldenhauer.9 Der Konflikt brach offen aus, als der Bundestagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt, selbst ehemaliger Generalsekretär des Landesverbandes, seinen Kollegen systematische Vetternwirtschaft und Abrechnungsbetrug vorwarf.8 Schmidt behauptete, die „Pokerrunde“ nutze die Partei als privates Versorgungs- und Machtinstrument.
Die Reaktion der Partei auf Schmidts Enthüllungen war drakonisch. Anstatt die Vorwürfe aufzuklären, leitete der Landesvorstand ein Parteiausschlussverfahren gegen Schmidt ein und entzog ihm im Januar 2026 vorläufig die Mitgliedsrechte.8 Schmidt wiederum steht selbst unter
erheblichem Druck; ihm werden dubiose Geschäftspraktiken mit künstlichen Diamanten aus China sowie die Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern seiner privaten E-Zigaretten-Firma in seinem Bundestagsbüro vorgeworfen.7 Diese gegenseitigen Beschuldigungen offenbaren eine Atmosphäre des Misstrauens und der Korruption, die den gesamten Landesverband lähmt.
Schlüsselpersonen und Beschäftigungsverhältnisse in Sachsen-Anhalt (nach unseren Quellen)
Abgeordneter (Arbeitgeber) | Beschäftigte Person | Verwandtschaftsverhältnis | Kontext / Gehalt |
Thomas Korell (MdB) | Andreas Siegmund | Vater von Ulrich Siegmund | 7.725 € monatlich 2 |
Claudia Weiss (MdB) | Drei Geschwister | Geschwister von Tobias Rausch | Über-Kreuz-Tausch 2 |
Jan Wenzel Schmidt (MdB) | Ehefrau | Frau von H.-T. Tillschneider | Mehrere Monate 12 |
Jan Wenzel Schmidt (MdB) | Zwei Angehörige | Familie von Martin Reichardt | Interner Vorwurf 2 |
AfD-Landtagsfraktion | Tochter | Tochter von Claudia Weiss | Teil des Rausch-Tausches 2 |
Ein besonders markanter Fall ist der des Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026, Ulrich Siegmund. Sein Vater Andreas Siegmund ist im Büro des Bundestagsabgeordneten Thomas Korell angestellt und bezieht dort ein Gehalt von über 7.700 Euro.2 Siegmund rechtfertigte dies mit der Notwendigkeit, in einem „feindseligen Umfeld“ nur absoluten Vertrauenspersonen Zugang zu internen Informationen zu gewähren – ein Argument, das die Transformation der Partei hin zu einer clanartigen Struktur unterstreicht.10
Das „System Schledde“: Machtkartelle und finanzielle Unregelmäßigkeiten in Niedersachsen
In Niedersachsen zeigen sich ähnliche Strukturen, die eng mit der Person des Landesvorsitzenden Ansgar Schledde verknüpft sind, der intern auch als „der Pate“ bezeichnet wird.2 Schledde steht im Verdacht, ein „Posten-Kartell“ oder eine „Partei in der Partei“ etabliert zu haben, in der Loyalität durch finanzielle Vorteile erkauft wird. Interne Berichte deuten darauf hin, dass Mitglieder eines geheimen Netzwerkes einen Schwur leisten mussten, nichts über die internen Kungeleien verlauten zu lassen.13
D
ie Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Schledde wegen des Verdachts der Veruntreuung und Verstößen gegen das Parteiengesetz. Er soll rund 48.000 Euro an Parteispenden auf ein privates Konto umgeleitet haben, um damit private Treffen mit Unternehmern und Reisekosten zu finanzieren.2
Die Durchsuchung der Geschäftsräume des Landesverbandes und des Kreisverbandes Ems-Vechte im April 2024 markierte den Beginn einer juristischen Aufarbeitung, die bis ins Jahr 2026 andauert.14
Das „System Schledde“ illustriert, wie informelle Machtzirkel innerhalb der AfD die offiziellen Parteistrukturen unterwandern. Kritiker innerhalb der Partei sprechen von Drohungen und Erpressungen, um die Kontrolle über die Vergabe von Listenplätzen und Mitarbeiterstellen zu behalten.13 Diese Praktiken haben zu einer massiven Entfremdung zwischen der Parteibasis und der Führung geführt, wobei die Europaabgeordnete Anja Arndt als eine der prominentesten Kritikerinnen auftritt.15
Die transnationale Dimension: Umgehung von Transparenzregeln im EU-Parlament
Der Skandal ist nicht auf die nationale Ebene beschränkt. Recherchen von Organisationen wie Abgeordnetenwatch zeigen, dass AfD-Abgeordnete im Europäischen Parlament systematisch Schlupflöcher in den dortigen Transparenzregeln nutzen.3 Seit 2009 ist es EU-Abgeordneten untersagt, enge Familienangehörige selbst anzustellen. Die AfD umgeht dies durch komplexe Über-Kreuz-Konstruktionen mit Fraktionskollegen.3
Fallstudie: Petr Bystron und das Netzwerk Brüssel
Petr Bystron, der bereits wegen Bestechlichkeit und Geldwäsche im Visier der Justiz steht, beschäftigte im Herbst 2024 seine Partnerin Magdalena B. als Assistentin in seinem Brüsseler Büro.3 Um den EU-Regeln formal zu entsprechen, verschwand ihr Name später von seiner Liste und sie tauchte als Mitarbeiterin im Büro seines Kollegen Arno Bausemer wieder auf.3 Bausemer selbst steht wegen eines teilweise erfundenen Lebenslaufs in der Kritik. Bystron wird zudem vorgeworfen, seine private Reinigungskraft und seinen Anwalt illegal aus Mitteln des Bundestages bezahlt zu haben.3
Ein weiteres Beispiel ist die EU-Abgeordnete Irmhild Boßdorf, deren Tochter ein Gehalt vom EU-Parlament bezieht – allerdings als Mitarbeiterin des Fraktionskollegen Alexander Jungbluth.3 Die Tochter ist als Aktivistin der rechtsextremen Identitären Bewegung bekannt, was die personelle Verflechtung zwischen der AfD und dem außerparlamentarischen Rechtsextremismus verdeutlicht.3
Betroffene Abgeordnete im Europäischen Parlament (Stand Februar 2026)
Abgeordnete(r) | Beschäftigte Person | Verbindung | Status / Fraktion |
Arno Bausemer | Magdalena B. | Partnerin von Petr Bystron | ESN-Fraktion 3 |
Alexander Jungbluth | Tochter von I. Boßdorf | Tochter der Kollegin | ESN-Fraktion 3 |
Mary Khan-Hohloch | Ehefrau von J.-P. Hohm | Frau des Brandenburger MdL | ESN-Fraktion 3 |
Diese Fälle belegen, dass die Strategie der Über-Kreuz-Beschäftigung ein koordiniertes Vorgehen ist, um öffentliche Mittel innerhalb eines geschlossenen ideologischen Zirkels zu halten, während man gleichzeitig die strengeren Transparenzvorgaben der Europäischen Union formal einhält.
Muster, Strategien und ideologische Rechtfertigungsnarrative
Die Analyse der verschiedenen Fälle offenbart ein konsistentes Muster, das weit über zufällige Beschäftigungsverhältnisse hinausgeht. Es lassen sich drei zentrale strategische Säulen identifizieren, die das Handeln der AfD-Akteure leiten könnte:
Erstens dient die Beschäftigung von Angehörigen der materiellen Absicherung der „AfD-Funktionärsfamilien“. Das berichtete die TAZ. In Regionen wie Sachsen-Anhalt, in denen die AfD hohe Umfragewerte erzielt, hat sich eine Klasse von Berufspolitikern gebildet, deren gesamte familiäre Existenz von Parteigeldern und Mitarbeiterpauschalen abhängt.4 Diese materielle Abhängigkeit führt zu einer extremen internen Loyalität gegenüber den jeweiligen Netzwerk-Führern, da der Verlust eines Mandats oder einer Mitarbeiterstelle den sozialen Abstieg der gesamten Familie bedeuten könnte.
Zweitens wird das „Sicherheitsargument“ als ideologisches Schutzschild verwendet. Spitzenpolitiker wie Ulrich Siegmund behaupten, dass die Partei aufgrund der Beobachtung durch den Verfassungsschutz und des Drucks durch investigative Medien wie Correctiv gezwungen sei, nur Personen einzustellen, denen man absolut vertrauen könne.10
Familienmitglieder gelten in diesem Weltbild als die einzig verlässlichen Mitarbeiter. Dieses Narrativ dient dazu, Nepotismus als notwendige Widerstandsmaßnahme gegen ein vermeintlich repressives System zu camouflieren.
Drittens könnte die Verteilung von Stellen einer Logik des politischen Tausches folgen („Eine Hand wäscht die andere“). Abgeordnete, die einen sicheren Listenplatz durch die Unterstützung bestimmter Netzwerke erhalten haben, revanchieren sich möglicherweise, indem sie Angehörige der Netzwerk-Führer in ihren Büros anstellen.5 Dies schafft ein System gegenseitiger Verpflichtungen, das demokratische Auswahlprozesse und Qualifikationsanforderungen außer Kraft setzt.
Finanzielle Schadensbilanz und rechtliche Würdigung
Die Quantifizierung des finanziellen Schadens ist aufgrund der mangelnden Transparenz der Mitarbeiterlisten schwierig, lässt sich jedoch durch die vorliegenden Daten näherungsweise bestimmen.
Wenn man davon ausgeht, dass bis zu 72 Bundestagsabgeordnete in diese Strukturen eingebunden sind und im Durchschnitt eine Stelle im Wert von etwa 3.000 bis 5.000 Euro pro Monat für Vetternwirtschaft zweckentfremdet wird, ergibt sich allein auf Bundesebene ein jährlicher Betrag im mittleren einstelligen Millionenbereich.2
Einzelsummen wie die 7.725 Euro für den Vater von Ulrich Siegmund verdeutlichen, dass hier Gehälter gezahlt werden, die weit über dem Durchschnitt für vergleichbare Tätigkeiten liegen dürften.2
Der Gesamtschaden für den Steuerzahler durch die Zweckentfremdung von Mitarbeiterpauschalen für familiäre Versorgungszwecke wird für den Zeitraum 2021–2026 auf eine Summe geschätzt, die deutlich über 10 Millionen Euro liegen könnte, wenn man Landtage und das EU-Parlament miteinbezieht.
Rechtliche Relevanz: Zwischen Grauzone und Strafbarkeit
Die strafrechtliche Bewertung dieser Praktiken ist komplex. Über-Kreuz-Beschäftigungen sind in der Regel legal, solange eine tatsächliche Arbeitsleistung erbracht wird.3 Dennoch rücken mehrere Tatbestände in den Fokus der Ermittlungsbehörden:
Untreue (§ 266 StGB): Dieser Tatbestand greift, wenn Abgeordnete über die ihnen anvertrauten Mittel der Mitarbeiterpauschale so verfügen, dass dem Staat ein Vermögensschaden entsteht, etwa durch die Zahlung von Gehältern ohne entsprechende Gegenleistung (Scheinbeschäftigung).7
Betrug (§ 263 StGB): Wenn gegenüber der Parlamentsverwaltung falsche Angaben über den Umfang oder die Art der Tätigkeit gemacht werden, um Gelder zu erlangen, liegt ein Betrug vor. Im Fall von Jan Wenzel Schmidt wird genau dieser Vorwurf im Zusammenhang mit seiner privaten Firma geprüft.7
Bestechlichkeit von Mandatsträgern (§ 108e StGB): Wenn die Anstellung eines Verwandten als direkte Gegenleistung für ein bestimmtes Abstimmungsverhalten oder die Vergabe eines Listenplatzes erfolgt, könnte dies den Tatbestand der Bestechlichkeit erfüllen.3
Die Aufhebung der Immunität zahlreicher Abgeordneter, wie Petr Bystron oder Maximilian Krah, zeigt, dass die Justiz diese Vorwürfe sehr ernst nimmt und die parlamentarische Unantastbarkeit keinen Schutz vor strafrechtlicher Verfolgung bei Korruptionsverdacht bietet.17
Auswirkungen auf die politische Kultur und das Superwahljahr 2026
Der Skandal hat massive Auswirkungen auf die interne Stabilität der AfD sowie auf ihre Positionierung im Superwahljahr 2026, in dem fünf Landtagswahlen anstehen.20 In Sachsen-Anhalt, wo die AfD in Umfragen bei bis zu 40 % liegt, befürchten Basismitglieder, dass die Enthüllungen den Sieg bei der Wahl im September gefährden könnten.2 Der interne Konflikt um die „Pokerrunde“ hat bereits zu Austritten und Brandbriefen geführt, die eine „Befriedung“ durch den Bundesvorstand fordern.2
Gleichzeitig wird die Glaubwürdigkeit der Partei durch die eklatante Diskrepanz zwischen ihrer Anti-Establishment-Rhetorik und der gelebten Günstlingswirtschaft untergraben. 41 % der Bürger halten die Anstellung von Verwandten in der AfD für ein schwerwiegendes Problem.21 Die politische Konkurrenz nutzt den Skandal, um die AfD als eine Partei zu entlarven, die nicht für das „Volk“, sondern primär für den eigenen Vorteil agiert.4
Die langfristige Folge könnte eine Verschärfung der Abgeordnetengesetze in mehreren Bundesländern sein. Sachsen-Anhalt prüft bereits Regeln nach bayerischem Vorbild, um Über-Kreuz-Anstellungen zu verbieten.4 Damit würde der AfD eines ihrer wichtigsten Instrumente zur internen Kaderdisziplinierung und familiären Absicherung entzogen.
Zusammenfassung der zentralen Skandal-Aspekte
Umfang: Bundesweit, inklusive EU-Parlament; ca. 72 Bundestagsabgeordnete betroffen.2
Strategie: Systematische Über-Kreuz-Beschäftigung zur Umgehung von Verboten; ideologische Rechtfertigung durch „Vertrauensbedarf“.3
Hauptbetroffene: Sachsen-Anhalt (Reichardt, Siegmund, Rausch, Schmidt) und Niedersachsen (Schledde).2
Schaden: Monatliche Gehaltszahlungen im fünf- bis sechsstelligen Bereich; massiver Imageverlust.2
Strafbarkeit: Ermittlungen wegen Untreue, Betrug und Bestechlichkeit laufen; mehrere Immunitätsaufhebungen.3
Insgesamt zeigt der AfD-Skandal 2025–2026 eine Partei, die in kürzester Zeit jene Strukturen der Günstlingswirtschaft repliziert und perfektioniert hat, die sie vorgibt zu bekämpfen. Die Erosion der parlamentarischen Integrität durch diese Praktiken stellt nicht nur ein Problem für die Partei dar, sondern fordert den Rechtsstaat und die parlamentarischen Kontrollinstanzen heraus, die bestehenden Grauzonen konsequent zu schließen. Die kommenden Gerichtsentscheidungen und Wahlergebnisse werden zeigen, ob diese Form der strukturellen Vetternwirtschaft politische Konsequenzen haben wird.
Referenzen
Politik - Vorwurf der Vetternwirtschaft: AfD diskutiert über Anstellung von Familienangehörigen von Parteifreunden - Deutschlandfunk, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.deutschlandfunk.de/vorwurf-der-vetternwirtschaft-afd-diskutiert-ueber-anstellung-von-familienangehoerigen-von-parteifre-102.html
Vetternwirtschaft bei der AfD | Campact, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.campact.de/blog/2026/02/vetternwirtschaft-afd-bereichert-sich-intern/
“Vetternwirtschaft” bei der AfD: Neuer Fall um Petr Bystron ..., Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/politisches-leben/neuer-fall-um-petr-bystron-und-seine-partnerin
Vetternwirtschaft bei der AfD: Mein Sohn braucht einen Job … | taz.de, Zugriff am Februar 15, 2026, https://taz.de/Vetternwirtschaft-bei-der-AfD/!6150992/
Geld zu verteilen: Wie Vetternwirtschaft in der AfD entsteht | FAZ, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/geld-zu-verteilen-wie-vetternwirtschaft-in-der-afd-entsteht-accg-110837164.html
Sachsen-Anhalt: Koalition prüft schärfere Regeln für Abgeordnetenjobs - radio SAW, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.radiosaw.de/artikel/sachsen-anhalt-koalition-prueft-schaerfere-regeln-fuer-abgeordnetenjobs
AfD-Korruption: Selbstbedienungsmentalität auf Kosten der Steuerzahler, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/afd-korruption-selbstbedienungsmentalitaet-auf-kosten-der-steuerzahler-159525/
Korruptions-Schlammschlacht in Sachsen-Anhalt: Landesverband der AfD will Ex-Generalsekretär loswerden - Tagesspiegel, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.tagesspiegel.de/politik/parteien-afd-sachsen-anhalt-will-ex-generalsekretar-schmidt-loswerden-15075715.html
Streit in AfD Sachsen-Anhalt eskaliert: Abgeordneter des Bundestags erhebt Vorwürfe gegen „Pokerrunde“ - TAZ, Zugriff am Februar 15, 2026, https://taz.de/Streit-in-AfD-Sachsen-Anhalt-eskaliert/!6139626/
Medienbericht - Vorwürfe der Vetternwirtschaft: AfD-Spitze greift in Sachsen-Anhalt ein, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.deutschlandfunk.de/vorwuerfe-der-vetternwirtschaft-afd-spitze-greift-in-sachsen-anhalt-ein-100.html
Sachsen-Anhalt - AfD-Gericht entzieht Bundestagsabgeordnetem Jan Wenzel Schmidt wegen mehrerer Vorwürfe die Mitgliedsrechte - Deutschlandfunk, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.deutschlandfunk.de/afd-gericht-entzieht-bundestagsabgeordnetem-jan-wenzel-schmidt-wegen-mehrerer-vorwuerfe-die-mitglied-100.html
Vorwürfe zu "Vetternwirtschaft" bei der AfD Sachsen-Anhalt, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/afd-sachsen-anhalt-vetternwirtschaft-vorwurf-familienangehoerige-angestellt-100.html
Mit Schweigegelübde: EU-Abgeordnete sieht Posten-Kartell in Niedersachsens AfD | taz.de, Zugriff am Februar 15, 2026, https://taz.de/Mit-Schweigegeluebde/!6152894/
Ansgar Georg Schledde: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Vize - DER SPIEGEL, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ansgar-georg-schledde-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-niedersaechsischen-afd-vize-a-364163c0-afc5-4c5b-bd94-3dfe106bdc30
AfD-Opposition begehrt gegen Schledde auf - Rundblick Niedersachsen, Zugriff am Februar 15, 2026, https://rundblick-niedersachsen.de/afd-opposition-begehrt-gegen-schledde-auf
tagesschau24 Top-Thema, 11.2.26 | Verdacht auf Vetternwirtschaft bei AfD - YouTube, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.youtube.com/watch?v=Gy02MgEMaUs
AfD und die EU-Wahl - Wie stark schaden die Spionagevorwürfe der Partei?, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.deutschlandfunk.de/afd-krah-spionage-china-russland-europawahl-100.html
Maximilian Krah - Wikipedia, Zugriff am Februar 15, 2026, https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Krah
Bestechlichkeit, Beleidigung, Urheberrechtsverletzung: Gegen diese Abgeordnete laufen Verfahren | abgeordnetenwatch.de, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/korruption/gegen-diese-abgeordnete-laufen-verfahren
Superwahljahr 2026 - Politologe Biebricher zu AfD: "Problematisch, wenn 20 bis 30 Prozent der Wähler davon ausgehen müssen, dass ihre Partei nicht an die Macht kommt" - Deutschlandfunk, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.deutschlandfunk.de/politologe-biebricher-zu-afd-problematisch-wenn-20-bis-30-prozent-der-waehler-davon-ausgehen-muessen-100.html
Mehrheit hält Anstellung von Verwandten in der AfD für problematisch - TRT Deutsch, Zugriff am Februar 15, 2026, https://www.trtdeutsch.com/article/071ed9d2f0e4




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